Twitter Delicious Facebook Digg Stumbleupon Favorites

31. Mai

Meine DiätJetzt mal Butter bei die Fische – wie der Japaner zu sagen pflegt… In diesem Beitrag erfährst Du, wie ich es geschafft habe, Abspecken nicht nur als Wort sondern in der Ausführung zu erleben. Das Ganze klingt erstmal ganz einfach: weniger fressen, mehr Sport! Toll… das hast Du irgendwie auch schon mal gehört oder? Und? Geholfen hat Dir diese Weisheit trotzdem nicht.

Wir Menschen sind – zum Glück – alle sehr verschieden. Ich kann Dir somit natürlich nicht zu 100% garantieren, dass genau meine Diät auch bei Dir funktioniert. Deshalb erstmal einiges zu meiner Person: ich gehöre zu der Sorte Mensch, die allgemein schon beim Anschauen von fettigen Lebensmitteln dicker werden. Wie auch meine Mutter und mein Großvater neigte ich schon immer zur Fettleibigkeit. Ich habe eigentlich nie übermäßig viel gefuttert und war – ausgenommen als Kind – nie richtig schlank. Selbst als Postbote mit viel Bewegung zeigte mir die Waage immer mehr als 90 kg bei 189cm Größe. Vor etwa 15 Jahren begann ich mit Kraftsport (Bodybuilding). Der Sport zeigte auch seine Wirkung. Leider blieb ich aus diversen Gründen nicht immer komplett am Ball und so gab es mehrere Pausen und Phasen, in denen ich nicht alles gegeben habe. Leider.

Mit dem Wechsel in die Selbständigkeit vor etwa 5 Jahren nahm das Übel dann seinen Lauf. Kaum noch Bewegung. Ich saß und sitze auch heute noch die meiste Zeit am Rechner. Der Rubel muss ja auch rollen… Trotz regelmäßigem Besuch des Fitness-Studios nahm ich immer weiter an Gewicht zu. Im Studio betrieb ich allerdings auch nur Kraftsport und mied Geräte wie Stepper oder Fahrrad. Ich aß nicht besonders viel, aber dafür meist die falschen Sachen, in denen viel Fett und Kohlenhydrate enthalten waren. So wurde ich fetter und fetter und nahm diesen schleichenden Vorgang selbst bewusst zunächst gar nicht so richtig wahr. Allerdings sprachen meine Waage (die ich immer seltener bestieg) und meine Hosengröße ihre eigene Sprache…

Irgendwann waren die 120kg voll und gemeinsam mit meinem besten Kumpel beschloss ich Mitte Januar 2010, dem Bösen endlich ein Ende zu setzen. Ab dem Zeitpunkt aß ich kaum noch fettige Sachen und schwang mich mindestens einmal in der Woche für 45 Minuten auf den Power-Stepper (gleichzeitige Bewegung der Arme und Beine). Pizza, Pommes, Burger, Cola und Co. – auch wenn ich sie zuvor nur in Maßen genossen hatte – gehörten der Vergangenheit an. Auf Genuss musste ich aber trotzdem nicht ganz verzichten. Dazu aber später mehr. Ich ging in den Supermarkt und besorgte mir fettarmen Quark (Magerstufe, 500g = ca. 59 Cent), Thunfisch (im eigenen Saft ohne Öl, ca. 89 Cent für 150g), Putenbrust-Scheiben (2% Fett), eine Kiste Wasser (ab 2,50 Euro für 12 x 0,7L Flaschen) und Bananen.

Morgens esse ich nunmehr ausschließlich einen 500g Becher Magerquark, den ich mir mit Süßstoff (=0% Fett) schmackhafter mache und ein bis zwei Bananen. Dazu eine Tasse Kaffee (OHNE Milch und Zucker!) und die Lektüre der Tageszeitung. Für die gewisse Abwechslung sorgen Thunfisch und Putenbrust, gerne auch auf einer Scheibe Knäckebrot OHNE Butter oder Magarine, dafür mit Senf oder Magerquark. Das Ganze ABER NUR vor 12 Uhr mittags! Mittags und Abends gibt’s ausschließlich Magerquark mit Süßstoff – davon aber bitte maximal 1000g pro Tag. Da dieser Quark aber sehr satt macht, ist das kein Problem und man muss nicht hungern.

Zur Erklärung: Magerquark enthält keine Kohlenhydrate, alle anderen genannten Lebensmittel schon. Damit der Körper möglichst viel Fett im Laufe des Tages verbrennen kann, sollte man ihm nur bis mittags Kohlenhydrate zuführen und ab dann ausschließlich Eiweiß und natürlich den ganzen Tag über kaum bis gar kein Fett. Wenn Du wie ich die Inhaltsangaben auf den Verpackungen von Lebensmitteln genau studierst, wirst Du schnell erkennen, dass z.B. eine herkömmliche Pizza MEHR als den empfohlenen Tagesbedarf an Fett eines Erwachsenen abdeckt! Und wenn Du abnehmen willst, musst Du natürlich UNTER dem liegen! Dein Körper muss mehr Energie verbrennen, als er zugeführt bekommt. So geht er zwangsläufig an seine Reserven. Als ehemals “Fetter” kann ich heute sagen, das “Dicksein” reine Faulheit ist! Mehr im nächsten Beitrag.

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Kommentiere: